Fossil Fuel Treaty
München als Vorreiter für einen gerechten Ausstieg?

Worum geht's?

Das Pariser Klimaabkommen verpflichtet Staaten zwar zur Begrenzung der Erderwärmung, enthält aber keine verbindliche Verpflichtung zum Ausstieg aus fossilen Energien. Gleichzeitig steigt der weltweite Verbrauch an Kohle, Öl und Gas weiter an. [Pariser Klimaabkommen, Fossile Energien dominieren – TAZ]

2016 haben 14 Pazifikstaaten zum ersten Mal über einen Fossil Fuel Treaty beraten. Dieser könnte unter anderem die Vertragsparteien dazu verpflichten, keine neuen fossilen Energieträger zu erschließen und keine Subventionen für fossile Brennstoffe für den Abbau oder Verbrauch zu gewähren. [Pacific island nations consider worlds first treaty to ban fossil fuels – Guardian]

Die Initiative wird inzwischen von über 200 subnationalen Regierungen auf sechs Kontinenten unterstützt – darunter Paris, Amsterdam, Rom, London, Los Angeles, Sydney und viele mehr. [Fossil Fuel Treaty Endorsements]

München könnte die erste deutsche Millionenstadt sein, die sich offiziell anschließt und damit ein starkes Signal an Bund, Länder und andere Kommunen senden.

Warum München?

Durch die Unterstützung des Fossil Fuel Treaty würde München folgendes erreichen:

  • Sichtbarkeit als klimapolitische Vorreiterstadt in Deutschland.

  • Anschluss an ein internationales Netzwerk von über 200 Städten und Regionen.

  • Eine konkrete Möglichkeit, die eigene Klimamission mit einer internationalen Gerechtigkeitsinitiative zu verknüpfen.

Unser Appell an den Münchner Stadtrat

Die Landeshauptstadt München unterstützt den Fossil Fuel Treaty und setzt sich dafür ein, dass sich weitere Städte sowie die Landes- und Bundesregierung dem Vorhaben anschließen und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern vorantreiben.

Veranstaltung: Gemeinsam fossilen Widerstand überwinden

1. November 2026 | TUM, Arcisstraße 21, München

Wie kann der Ausstieg aus fossilen Energien trotz zunehmenden Gegenwinds gelingen? Im Rahmen der Road2COP31 bringt Misereor Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Klimabewegung zusammen, um über die Kraft tragfähiger Bündnisse zu diskutieren – und darüber, wie gemeinsame Allianzen politische Handlungsspielräume schaffen können.

Ein besonderer Impuls erwartet uns von Kumi Naidoo, Mitgründer der Fossil Fuel Treaty Initiative, der in seiner Keynote „Why alliances matter when progress is contested“ die Bedeutung internationaler Bündnisse für den fossilen Ausstieg beleuchtet.

Im anschließenden Kurzpanel möchten wir unterschiedliche Perspektiven zu folgenden Themen zusammenbringen: Wie können Politik und gesellschaftliche Akteure gemeinsam Veränderungen ermöglichen? Wie lässt sich ambitionierter Klimaschutz auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen voranbringen? Und was braucht es, damit aus einzelnen Initiativen eine breite Bewegung für den fossilen Ausstieg wird?

Mit dabei sind unter anderem:

  • Prof. Dr. Markus Vogt, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der LMU München
  • Dr. Manuela Troschke, Scientists For Future

Die Veranstaltung bildet zugleich den Auftakt des Münchner Bündnisses zur Unterstützung der Fossil Fuel Treaty Initiative und schafft Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Perspektiven auf dem Weg zur Weltklimakonferenz COP31 in Antalya.

Melde dich hier an.

Beteiligte Organisationen

Schreibt an kontakt@christliche-initiative-klimagerechtigkeit.de, wenn ihr mitmachen wollt!