Ethisch-Nachhaltige Geldanlagen

Divestment

Kirchengeld raus aus Kohle, Öl und Gas

Kirchliche Institutionen sollten ihr Geld nicht in Kohle, Öl und Gasförderung investieren. Sie sollten außerdem mit ihrem Handeln beispielhaft in die Gesellschaft hinein wirken, indem sie ihre Ausschlussentscheidung veröffentlichen. Dies ist unsere Überzeugung und darauf arbeiten wir hin.

Letzten Jahr haben wir den ersten Erfolg erreicht: Wir unterstützen Christians for Future beider Veröffentlichung des Divestments 46 großer kirchlicher Institutionen, z.B. EKD und fast allen Landeskirchen. Darunter auch vier katholische Institutionen, wie die Zentraleuropäische Provinz der Jesuiten. Dies war die bisher größte Erklärung dieser Art in Deutschland und sie fand ein breites positives Medienecho. Diese Veröffentlichung war Teil der internationalen Veröffentlichung von Weltkirchenrat und derLaudato Si´- Bewegung, die seit Jahren weltweit unter intensiver Beteiligung katholischer Diözesen, Orden und kirchlicher Kreditinstitute Erklärungen zu kirchlichem Divestment veröffentlichen. 

Dieses Jahr wollen wir ganz besonders katholische Institutionen ansprechen. Die Investmentkriterien der katholischen Institutionen sind nicht so einheitlich organisiert wie die der evangelischen Kirche. Es wird aber viele Institutionen geben, die gute Kriterien haben. Wir werden diesen helfen, in die Gesellschaft hinein zu wirken. Wir werden aber auch mit allen anderen in Dialog treten, um unserer Vision näher zu kommen: Kirche ohne Geldanlage in Kohle, Öl und Gas.

Fokus unser Kampagne sind drei große Dialog- und Fortbildungsveranstaltungen für Hauptamtliche aus den Institutionen. Dazu in Kürze mehr.

Tagung: Ethisch-Nachhaltiges Investieren Fossiles Divestment in der katholischen Kirche

Diese Tagung findet vom 10.-11. September in der katholischen Akademie Franz Hitze Haus in Münster statt. Sie beginnt am 10.09. um 13:30 Uhr und endet am 11.09. um 13:00 Uhr.

Wir möchten daher bei dieser Tagung Verantwortliche in kirchlichen Institutionen und Expert*innen aus der Zivilgesellschaft zusammenbringen und überlegen: Wie ist der Stand ethisch-nachhaltiger Investitionen in der katholischen Kirche? Werden dabei der Klimawandel und weltpolitische Entwicklungen ausreichend berücksichtigt? Dabei werden wir betrachten, wie fossiles Divestment die positive Wirkung der ethisch-nachhaltigen Geldanlagen verstärken kann und wie damit verbundene Herausforderungen gelöst werden können. Wir werfen einen Blick auf den aktuellen Stand, auf technische Umsetzungsmöglichkeiten und auf internationale Best-Practice-Beispiele.

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Vertreter*innen aus Diözesen, Orden, kirchlichen Institutionen und aus der Zivilgesellschaft.

Kooperation mit:
Akademie Franz Hitze Haus Münster, Christliche Initiative Klimagerechtigkeit e.V.; Corporate Responsibility Interface Center (cric) e. V.

Anmeldung und Programm finden sich hier: https://www.franz-hitze-haus.de/info/26-244

Podiumsdiskussion: Kohle, Öl und Gas im kirchlichen Vermögen: wie kommen wir raus aus der fossilen Energie?

Datum: 10. September 19:30-21:00 Uhr

Ort: Akademie Franz Hitze Haus, Münster

Bisher haben nur sehr wenige katholische Institutionen ihren Ausschluss von Geldanlagen in Kohle, Öl und Gas verkündet. Dagegen haben im letzten Jahr fast alle großen evangelischen Institutionen ihr Divestment von Kohle und unkonventioneller Öl- und Gasförderung veröffentlicht.

Wir bringen die Koordinator*innen der Veröffentlichung im letzten Jahr mit Vertreter*innen der kath. Diözesen und der evangelischen Kirche zusammen, um über diese Situation zu reden. Wie kommt die katholische Kirche raus aus Geldanlagen in Kohle, Öl und Gas?

Die öffentliche Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Fachtagung „Ethisch-Nachhaltiges Investieren: Fossiles Divestment in der katholischen Kirche“ statt.
Eintritt ist frei.

Im letzten Jahr waren die Jesuiten der erste Orden in Deutschland, der sein fossiles Divestment veröffentlicht hat. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass vielen kleinen Orden eine Geldanlage nach christlichen Werten wichtig, die praktische Umsetzung von fossilem Divestment aber oft unklar ist. In diesem Webinar werden wir praxisnah erläutern, wie man herausfinden kann nach welchen Kriterien die eigenen Gelder angelegt sind und wie man dabei fossiles Divestment umsetzen kann. Dies erläutern Finanzexpert*innen und Ordensleute, die den Weg schon gegangen sind.

Datum: 16. September, 14:00-15:30 Uhr

Ort: Online

Weitere Informationen finden sich hier.

Wir danken den Elektrizitätswerken Schönau, deren Sonnencentförderung diese Veranstaltungen und unsere Bildungsmaterialien möglich macht.  Wir danken aber auch allen unseren Mitgliedern und Spender*innen, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.

Ethische FInanzanlagen

Wir haben 2025 das größte Divestment Deutschlands unterstützt!

Nach einem Jahr Kampagnenarbeit haben wir im November 2025 zusammen mit Christians for Future die nach der Anzahl der beteiligten Institutionen größte Divestment-Initiative Deutschlands veröffentlicht.

Mit dem Ausschluss fossiler Kapitalanlagen sendeten 46 kirchliche Institutionen, unter anderem Mitglieder des Arbeitskreis Kirchlicher Investoren wie die EKD und fast alle Landeskirchen und  eangelische Kirchenbanken, aber auch die Zentraleuropäische Jesuitenprovinz und katholische Kirchenbanken, ein klares Signal an die Weltklimakonferenz.

Die Kirchen gehen weiter glaubwürdig den Weg der Klimagerechtigkeit – die Politik sollte es ihnen gleichtun. Es ist höchste Zeit, Investitionen aus fossilen Energieträgern abzuziehen und in eine  erechte, nachhaltige Zukunft zu investieren.

Wir sind Teil einer internationalen Veröffentlichung von Laudato Si’ Movement, Weltkirchenrat und anderen. In dieser veröffentlichen 62 Institutionen, darunter einige Diözesen, ihr Divestment.

Dieser Kampagne ging viel Arbeit voraus. Sowohl die Forderungskampagne 2021 von Christians for Future, die neben anderem auch Divestment adressiert hat, als auch von vielen ehrenamtlichen Akteuren wie Fossil Free Berlin, München, Göttingen und  reiburg und hauptamtlichen Akteuren wie 350.org und Urgewald.
Manche der heute bei uns Beteiligten waren auch schon in Fossil Free aktiv. Zudem soll auch die äußerst wichtige kircheninterne Vorarbeit nicht unerwähnt bleiben, ganz besonders von Seiten des Arbeitskreis Kirchlicher Investoren. Sehr wichtig für die Veröffentlichung war die Zusammenarbeit mit unserem internationalen Partner Laudato Si’ Movement .

Unsere ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Großer Presseerfolg

Insgesamt gab es 30 Presseberichte über unsere Veröffentlichung. Für kirchliche Kampagnen ist dies eine enorme Resonanz, weit über kirchliche Medien hinaus.

Unter anderem:

TAZ, table.media, Domradio, Evangelisch.de, Porfolio Institutionell, Die Eule, ORF

Es gibt noch viel zu tun

Es fehlt ein volles Divestment der evangelischen Kirche, und aus der katholischen Kirche hat immer noch kein einziges Bistum sein Divestment in dieser Form veröffentlicht. Genauso gibt es noch viele weitere kirchliche Institutionen, mit denen wir in Dialog treten wollen. Wir bleiben dran – und brauchen dafür Ihre Unterstützung! Sei es als Aktivist*in bei Christians for Future oder als Förder*in des Vereins. 

Machen Sie einen Unterschied!

Helfen Sie uns, kirchlichen Geldanlagen in Kohle, Öl und Gas zu beenden!