Ethisch-Nachhaltige Geldanlagen
Divestment
Kirchengeld raus aus Kohle, Öl und Gas
Kirchliche Institutionen sollten ihr Geld nicht in Kohle, Öl und Gasförderung investieren. Sie sollten außerdem mit ihrem Handeln beispielhaft in die Gesellschaft hinein wirken, indem sie ihre Ausschlussentscheidung veröffentlichen. Dies ist unsere Überzeugung und darauf arbeiten wir hin.
Letzten Jahr haben wir den ersten Erfolg erreicht: Wir unterstützen Christians for Future beider Veröffentlichung des Divestments 46 großer kirchlicher Institutionen, z.B. EKD und fast allen Landeskirchen. Darunter auch vier katholische Institutionen, wie die Jesuiten.
Dieses Jahr wollen wir ganz besonders katholische Institutionen ansprechen. Die Investmentkriterien der katholischen Institutionen sind nicht so einheitlich organisiert wie die der evangelischen Kirche. Es wird aber viele Institutionen geben, die gute Kriterien haben. Wir werden diesen helfen, in die Gesellschaft hinein zu wirken. Wir werden aber auch mit allen anderen in Dialog treten, um unserer Vision näher zu kommen: Kirche ohne Geldanlage in Kohle, Öl und Gas.
Fokus unser Kampagne sind drei große Dialog- und Fortbildungsveranstaltungen für Hauptamtliche aus den Institutionen. Dazu in Kürze mehr.
Wir danken den Elektrizitätswerken Schönau deren Sonnencentförderung diese Veranstaltungen und unsere Bildungsmaterialien möglich gemacht hat. Wir danken aber auch allen unseren Mitgliedern und Spender*innen, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.
Ethische FInanzanlagen
Wir haben 2025 das größte Divestment Deutschlands unterstützt!
Nach einem Jahr Kampagnenarbeit haben wir im November 2025 zusammen mit Christians for Future die nach der Anzahl der beteiligten Institutionen größte Divestment-Initiative Deutschlands veröffentlicht.
Mit dem Ausschluss fossiler Kapitalanlagen sendeten 46 kirchliche Institutionen, unter anderem Mitglieder des Arbeitskreis Kirchlicher Investoren wie die EKD und fast alle Landeskirchen und eangelische Kirchenbanken, aber auch die Zentraleuropäische Jesuitenprovinz und katholische Kirchenbanken, ein klares Signal an die Weltklimakonferenz.
Die Kirchen gehen weiter glaubwürdig den Weg der Klimagerechtigkeit – die Politik sollte es ihnen gleichtun. Es ist höchste Zeit, Investitionen aus fossilen Energieträgern abzuziehen und in eine erechte, nachhaltige Zukunft zu investieren.
Wir sind Teil einer internationalen Veröffentlichung von Laudato Si’ Movement, Weltkirchenrat und anderen. In dieser veröffentlichen 62 Institutionen, darunter einige Diözesen, ihr Divestment.
Dieser Kampagne ging viel Arbeit voraus. Sowohl die Forderungskampagne 2021 von Christians for Future, die neben anderem auch Divestment adressiert hat, als auch von vielen ehrenamtlichen Akteuren wie Fossil Free Berlin, München, Göttingen und reiburg und hauptamtlichen Akteuren wie 350.org und Urgewald.
Manche der heute bei uns Beteiligten waren auch schon in Fossil Free aktiv. Zudem soll auch die äußerst wichtige kircheninterne Vorarbeit nicht unerwähnt bleiben, ganz besonders von Seiten des Arbeitskreis Kirchlicher Investoren. Sehr wichtig für die Veröffentlichung war die Zusammenarbeit mit unserem internationalen Partner Laudato Si’ Movement .
Unsere ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.
Großer Presseerfolg
Insgesamt gab es 30 Presseberichte über unsere Veröffentlichung. Für kirchliche Kampagnen ist dies eine enorme Resonanz, weit über kirchliche Medien hinaus.
Unter anderem:
TAZ, table.media, Domradio, Evangelisch.de, Porfolio Institutionell, Die Eule, ORF
Es gibt noch viel zu tun
Es fehlt ein volles Divestment der evangelischen Kirche, und aus der katholischen Kirche hat immer noch kein einziges Bistum sein Divestment in dieser Form veröffentlicht. Genauso gibt es noch viele weitere kirchliche Institutionen, mit denen wir in Dialog treten wollen. Wir bleiben dran – und brauchen dafür Ihre Unterstützung! Sei es als Aktivist*in bei Christians for Future oder als Förder*in des Vereins.